Schreibblockade – vorbei!

Es geht wieder vorwärts. Vielleicht braucht es zwischendurch einfach ein wenig Freizeit und Pause, um dann mit neuer Energie wieder an die Arbeit zu gehen. Jedenfalls bin ich mit der verhassten Transkription meiner Interviews bald fertig (heute, hoffentlich) und alles was danach kommt macht viel mehr Spaß. Mein schlechtes Gewissen ist auch verschwunden, ein paar Wochen Abstand von der Diplomarbeit schaden sicher nicht.

„Wieso soll ich Publizistik studieren?“ – Teil 2

Ich weiß nicht, warum, aber immer mehr Leute finden mit diesem oder ähnlichen Suchbegriffen über Google auf mein Blog. Viele suchen auch direkt nach Informationen zum Publizistik-Studium in Wien. Auf die oben gestellte Frage gibt es keine richtige oder falsche Antwort, deshalb werde ich hier auch keinen Aufsatz schreiben, warum ihr unbedingt Publizistik studieren sollt oder warum ihr es auf jeden Fall lassen sollt. Ich glaube es geht in erster Linie darum, seine Erwartungen an das Studium herauszufinden und dann zu sehen, ob die durch ein Publizistik-Studium auch erfüllt werden können. Wer sich eine Journalistenausbildung wünscht, ist an der Uni Wien vollkommen falsch. In jedem Fach. Man bekommt als Publizistik-Student genausowenig eine Ausbildung zum Journalisten wie als Student der Technischen Physik. Aber: Man kann ein wenig in die Branche hineinschnuppern. Man hat ein, zwei Lehrveranstaltungen im Laufe des Studiums, in denen man seine schreiberischen Fähigkeiten ein wenig ausloten kann.

Also, für alle die noch suchen und überlegen:

der Studienplan.

Den sollte man definitiv kennen, bevor man ein Studium beginnt. Die meisten sehen sich das leider nicht einmal an und studieren einfach drauflos. Nach ein, zwei Semestern sind sie dann aber enttäuscht, weil das Studium nicht ihren Erwartungen entspricht.

Und falls ihr danach noch immer konkrete Fragen (zum Studium in Wien zB) habt, könnt ihr mir auch gerne schreiben. Meine Mailadresse findet ihr unter „Wer schreibt hier?“ – zweite Zeile ;-)

Auf die Barrikaden – Teil 3

Ich komme gerade von der Demo anlässlich des Bildungsaktionstags. Ich hab nicht sehr viel Demo-Erfahrung. Aber es war für mich überraschend „sauber“ (praktisch kein Müll auf der Straße) und es gab kaum Leute mit Bierdosen in der Hand, höchstens eine Handvoll. Schade nur, dass sich der Urban Loritz Platz als viel zu klein für so viele Leute herausgestellt hat (und die Polizei spricht noch immer von 7.000 – was völlig lächerlich ist, wenn man den Protestzug gesehen hat), weshalb sich das danach etwas in Chaos aufgelöst hat, weil niemand wusste, wo es jetzt hingeht und wohin die Abschlusskundgebung verlegt wird, damit auch wirklich alle dabeisein können und nich noch 200 Meter weiter hinten am Grütel warten müssen.

Also: Wo die Abschlusskundgebung ist und was dort passiert, habe ich leider nicht mehr mitbekommen. Aber ich bin froh, wenigstens für zwei, drei Stunden dabeigewesen zu sein. Habe mich bisher immer recht von den Protesten (auch wenn ich sie unterstütze) ferngehalten. Aber: Irgendwann reicht es nicht mehr, einfach nur zu sagen man ist dafür und man findet das gut. Man muss es auch zeigen, und wenn auch nur indem man in einem Protestzug mitmarschiert.

„Wieso soll ich Publizistik studieren?“

Das ist einer der Suchbegriffe, mit dem mein Blog gefunden wurde.

Ein kleiner Tipp von mir: Wer dafür googeln muss, sollte es besser nicht studieren.

Die Uni brennt noch immer

Noch immer dauert die Besetzung des AudiMax der Uni Wien (genauso wie die der Uni Graz, sowie zuvor der Akademie der Bildenden Künste und eventuell ab DI der Uni Klagenfurt und der TU Wien – zumindest wird das diskutiert laut Twitter-Quellen) an.

Wer im ORF allerdings auf Berichte darüber wartet, muss sich mit einer Kurzmeldung zufriedengeben. Dem Hahn (Wissenschaftsminister) ist die Sache sowieso wurscht.

Ich bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Verfolge den Protest aus 300 km Entfernung über diverse Medien, Facebook und Twitter und bin sicher, dass sich da noch einiges tun wird. Freue mich auch schon darauf, übernächste Woche mit meinen Studis darüber zu diskutieren.

Auf die Barrikaden Teil 2: Audimax der Uni Wien besetzt

Wie man in diversen österreichischen Medien nachlesen kann, wird gerade der Audimax der Uni Wien besetzt (nachdem nur wenige Tage zuvor die Akademie der bildenden Künste besetzt wurde). Die Polizei (! – die normalerweise das Uni-Gelände gar nicht betreten dürfte – !) hat angeblich alle Eingänge verriegelt, damit keine neuen Demonstranten (zu den 1500-2000 bereits vorhandenen) dazukommen. Auch der WLAN-Zugang wurde abgedreht. Ich finde das äußerst beängstigend, wie man mit einer Demonstration umgeht. Und wie in diversen Online-Foren darüber gepostet wird, macht mich außerdem noch wütend. Stimmen wie „Die sollen arbeiten gehn“ oder „Keinen Cent von meinen Steuergeldern mehr für die Bummelstudenten“ oder – ein Gustostückerl „Warum können sich Studenten nicht gscheit anziehen und frisieren?“. Ein Teil davon ist höchstwahrscheinlich nur dazu gedacht, Leute zu provozieren. Aber da ich in dem kleinen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin (und wo meine Eltern nach wie vor wohnen) auch genug Anfeindungen ausgesetzt bin, weil ich studiere, ärgert mich so etwas noch immer.

Brizzly

Soeben trudelte eine Einladung zu Brizzly ein. Und einen Flickr-Account hab ich mittlerweile auch (wenn auch noch nicht befüllt). Ich fühle mich sehr verspätete Web 2.0

Mary McCarthy: The Group


Gerade begonnen und schon gefesselt. „The Group“ erzählt die Geschichte von acht Vassar-Graduates in den 1920ern und wie sie „in die weite Welt“ hinausgehen. Die einen heiraten, die anderen versuchen sich mit einem Kunststudium in Europa, alle sind sie unterschiedlich und doch eine Clique. Der Beginn ist vielleicht etwas abrupt und anfangs bringt man auch die Namen und Charaktere leicht durcheinander. Aber trotzdem fesselt einen das Buch sofort und man will wissen, was aus den acht jungen Frauen wird.

Schreibblockade, Tag 23

Seit über drei Wochen liegt meine Magisterarbeit nun brach. Ich wollte hier ja eine Serie darüber veröffentlichen, wie man sich motivieren kann. Ich weiß theoretisch auch alle Motivationstricks, wie man sich über trockene Kapitel hantelt und man am nächsten Tag wieder voller Energie weiterschreiben kann. Theoretisch. Praktisch sieht es momentan leider anders aus. Seit ich von meinem Forschungsaufenthalt in den USA zurückgekommen bin (und dort war ich wirklich so produktiv wie schon lange nicht mehr) geht irgendwie nichts mehr weiter. Meine Freunde beruhigen mich immer und sagen mir, dass das normal sei. Aber drei Wochen? Nun ja, spätestens nächste Woche habe ich wieder einen halbwegs geregelten Tagesablauf und hoffe, dass das auch meine Motivation etwas steigert (oder mir zumindest weniger Ausreden gibt, weshalb ich nicht weiterarbeiten kann).

Äußerst positiv ist aber: Ich habe alles Material, das ich benötige, gesammelt und schon mehr oder weniger geordnet. Ich habe alle Interviews durchgeführt und etwa die Hälfte davon schon transkribiert. Meine absolute Deadline ist Anfang März 2009. Ich denke ich bin auf einem guten Weg.

Euch allen, die über die Google-Suche nach „Schreibblockade“ hierher gekommen sind, sei gesagt: Ich leide mit euch. Aber wir schaffen das schon. Ich bin optimistisch, dass es nächste Woche wieder geht. Und wenn ich rausgefunden habe, wie, dann werde ich es euch wissen lassen ;-)

Flickr – Brauch ich eigentlich sowas?

Ist es schlimm, noch immer keinen Flickr-Account zu haben?
Falls hier jemand mitliest, der einen hat: Was postet ihr dort? Alles? Nur ausgewählte Bilder? Nur Bilder die ihr mit Freunden teilen wollt?
Wozu nutzt ihr Flickr?